Mittelgroße Rassen (10–25 kg): Royal Canin Medium Puppy oder Wolfsblut Junior für empfindliche Mägen.
Große Rassen (über 25 kg): Royal Canin Maxi Puppy — kontrolliertes Wachstum ist bei großen Rassen entscheidend.
Das Wichtigste: Wechsle das Futter nicht direkt nach dem Kauf. Frag beim Züchter nach und nutze zunächst dasselbe Futter.
Warum brauchen Welpen spezielles Futter?
Welpen sind keine kleinen erwachsenen Hunde — ihr Energiebedarf ist deutlich höher, ihre Verdauung empfindlicher und ihr Knochenwachstum braucht andere Nährstoffe als bei ausgewachsenen Hunden.
Normales Hundefutter reicht nicht aus. Es enthält zu wenig Protein und Kalzium für die Wachstumsphase, und bei großen Rassen kann falsches Futter sogar zu Gelenkproblemen führen wenn das Wachstum zu schnell vorangeht.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Welpen- und Erwachsenen-Futter:
- Mehr Protein: Welpen brauchen 28–32% Protein (Erwachsene: 18–25%)
- Mehr Kalzium und Phosphor: Für den Knochenaufbau — aber bei großen Rassen nicht zu viel
- DHA (Omega-3): Für Gehirn- und Sehentwicklung in den ersten Lebensmonaten
- Kleinere Kibble-Größe: Damit kleine Welpen das Futter gut kauen können
Wichtig bei großen Rassen: Zu viel Kalzium und zu schnelles Wachstum führen bei großen Rassen (Labrador, Schäferhund, Dogge) zu Gelenkproblemen. Verwende immer Futter das speziell für große Rassen entwickelt wurde — kein allgemeines Welpenfutter.
Beste Welpenfutter für kleine Rassen (unter 10 kg)
Kleine Rassen wie Chihuahua, Yorkshire Terrier oder Malteser haben einen besonders hohen Energiebedarf und brauchen kleinere Kibble-Stücke die sie gut kauen können.
Beste Welpenfutter für mittelgroße Rassen (10–25 kg)
Mittelgroße Rassen wie Labrador, Golden Retriever, Husky oder Border Collie haben den höchsten Energiebedarf relativ zum Körpergewicht — das Futter muss entsprechend nährstoffreich sein.
Beste Welpenfutter für große Rassen (über 25 kg)
Bei großen Rassen ist die Futterauswahl besonders wichtig. Zu schnelles Wachstum ist die häufigste Ursache für Gelenkprobleme bei Deutschen Schäferhunden, Doggen und ähnlichen Rassen. Verwende ausschließlich Futter das speziell für große Rassen entwickelt wurde.
Achtung: Normales Welpenfutter ist für große Rassen ungeeignet — es enthält zu viel Kalzium und fördert zu schnelles Wachstum. Das kann zu Osteochondrose und Hüftdysplasie führen. Immer "Large Breed Puppy" kaufen.
Trockenfutter oder Nassfutter — was ist besser für Welpen?
Eine der häufigsten Fragen von Welpen-Besitzern. Die kurze Antwort: Trockenfutter ist die praktischere Wahl für den Alltag, Nassfutter eine gute Ergänzung — aber kein Ersatz.
| Kriterium | Trockenfutter | Nassfutter |
|---|---|---|
| Zahnpflege | ✓ Reinigt Zähne beim Kauen | ✗ Kein Reinigungseffekt |
| Wassergehalt | ✗ Niedrig (10%) | ✓ Hoch (75–80%) |
| Praktisch im Alltag | ✓ Lange haltbar, leicht zu dosieren | ~ Muss gekühlt werden |
| Akzeptanz bei Welpen | ~ Meistens gut | ✓ Sehr hoch |
| Preis pro Tag | ✓ Günstiger | ✗ Teurer |
| Nährstoffdichte | ✓ Höher | ~ Niedriger durch Wasseranteil |
Unsere Empfehlung: Trockenfutter als Basis, Nassfutter als Ergänzung 2–3x pro Woche oder wenn der Welpe schlecht frisst. Mische nicht beide Sorten im selben Napf — das kann Verdauungsprobleme verursachen. Fütter sie lieber zu verschiedenen Mahlzeiten.
Futter wechseln — so machst du es richtig
Ein abrupter Futterwechsel ist eine der häufigsten Ursachen für Durchfall bei Welpen. So wechselst du richtig:
- Tag 1–3: 75% altes Futter, 25% neues Futter
- Tag 4–6: 50% altes Futter, 50% neues Futter
- Tag 7–9: 25% altes Futter, 75% neues Futter
- Ab Tag 10: 100% neues Futter
Wechsle nie in stressigen Phasen — nicht direkt nach dem Einzug, nicht während der Impfungen, nicht wenn der Welpe krank ist. Warte bis sich der Hund eingelebt hat.
Wann auf Erwachsenenfutter umstellen?
Das hängt von der Rasse ab — nicht vom Alter allein:
- Kleine Rassen (bis 10 kg): Mit ca. 10–12 Monaten
- Mittelgroße Rassen (10–25 kg): Mit ca. 12–15 Monaten
- Große Rassen (über 25 kg): Mit ca. 18–24 Monaten
- Sehr große Rassen (Dogge, Bernhardiner): Erst mit 24 Monaten
Hauptzeichen für die Umstellung: Das Wachstum verlangsamt sich merklich und dein Hund hat seine endgültige Größe fast erreicht. Frag im Zweifel deinen Tierarzt.
Nicht sicher welches Futter zu deiner Rasse passt?
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Häufige Fragen zum Welpenfutter
Wie oft soll ich meinen Welpen füttern?
Welpen bis 3 Monate: 4x täglich. 3–6 Monate: 3x täglich. Ab 6 Monate: 2x täglich. Regelmäßige Fütterungszeiten helfen auch beim Stubenreinheits-Training — nach dem Fressen muss der Welpe in der Regel bald raus.
Wie viel soll mein Welpe fressen?
Die Menge steht auf der Futterverpackung und ist nach Gewicht und Alter aufgeführt. Halte dich daran — Welpen fressen sich selten krank, aber regelmäßiges Überfressen führt zu zu schnellem Wachstum bei großen Rassen. Wiege das Futter am Anfang ab bis du ein Gefühl dafür hast.
Was tun wenn der Welpe das Futter nicht frisst?
Erst abwarten — viele Welpen fressen nach dem Einzug die ersten Tage schlecht (Stress). Steh das Futter nicht nach 10 Minuten weg und biete nichts anderes an. Wenn der Welpe nach 2–3 Tagen immer noch kaum frisst: Tierarzt aufsuchen. Keine Panik wenn er eine Mahlzeit auslässt.
Darf ich meinem Welpen Leckerlis geben?
Ja — aber zähle sie zur Tagesmenge dazu. Leckerlis sollten maximal 10% der Tagesration ausmachen. Für Training: weiche, kleine Stücke (nicht größer als ein Fingernagel). Keine Schokolade, keine Trauben, keine Zwiebeln — diese sind für Hunde giftig.
Getreidefreies Futter — ja oder nein?
Nicht unbedingt nötig. Die Forschung zeigt keinen pauschalen Vorteil von getreidfreiem Futter für gesunde Hunde. Es kann sinnvoll sein bei nachgewiesener Getreideintoleranz oder Fellproblemen. Royal Canin enthält Getreide — und ist eines der am besten verträglichen Futtersorten überhaupt. Entscheide nach den Bedürfnissen deines Hundes, nicht nach Marketing.